Tiergestützte Demenztherapie im häuslichen Umfeld

Die Zielgruppe der Senioren

Tiergestützte Einsätze sind eine willkommene Abwechslung und sorgen für große Lebensfreude und die enorm wichtige Heiterkeit im Alltag. Neben vielen heilpädagogischen und therapeutischen Aspekten, wie Geborgenheit, oder dem Gefühl, gebraucht zu werden und eine sinnvolle Aufgabe zu haben, bringt ein Angebot mit einem Hund große Freude mit sich.

Dies ist die optimale Voraussetzung für den Erhalt von Gesundheit und Lebensmut im Alter.

Mit dem vorliegenden Angebot werden sowohl mobile Senioren, Pflegebedürftige, Menschen mit Demenz als auch Schwerkranke und sterbende Personen angesprochen.

Ziele des Einsatzes

Tiergestützte Einsätze fördern und unterstützen die persönliche, zeitliche und räumliche Orientierung. Gedächtnisleistung, Mobilität, Konzentration und Ausdauer werden gefördert durch das Ansprechen verschiedener Aspekte im

kommunikativen Bereich
  • Der Hund stellt eine neutrale, nicht wertende Instanz dar und erzeugt dadurch eine positive, dem Leben zugeneigte Stimmung.
  • Der Hund erzeugt Heiterkeit durch seine spielerische Haltung und stellt so einen positiven Kontakt zur Gegenwart her.
  • Der Hund ist eine Verbindung zu Erinnerungen, bewirkt dadurch eine größere Kommunikationsbereitschaft und bildet eine Brücke zu Biografiearbeit und einem positiven Lebensrückblick.
  • Der Hund ist Empfänger von Emotionen und bietet dem Pflegebedürftigen die Möglichkeit, zu geben und somit aus der Haltung des immer Nehmenden herauszukommen.
kognitiven Bereich
  • Der Hund motiviert zur Aufgabenbereitschaft und erzeugt dadurch Neugierde und Wachheit, wodurch Leistungskapazitäten erhalten und erweitert werden.
  • Der Hund verhilft spielerisch zum Erhalt und zur Erweiterung der Sinnesleistungen und gibt dem Bewohner das Gefühl von Kompetenz, eines Daseinsnutzens und einer Sinnhaftigkeit.
motorischen Bereich
  • Der Hund motiviert zur Bewegung und zum Erhalt verschiedener Körperfunktionen, des Gleichgewichtssinns, der Feinmotorik und der Koordination.
  • Der Hund bietet Körperkontakt und vermittelt dadurch ein Gefühl von Geborgenheit, davon, geliebt zu werden und Liebe geben zu dürfen.

Entlastung von Pflegepersonen und Angehörige

Die Tiergestützten Einsätze können im häuslichen Umfeld und der näheren Umgebung stattfinden. Während des Einsatzes findet eine intensive Betreuung des zu pflegenden Angehörigen statt. Dies ermöglicht Ihnen als pflegende Angehörige eine kurze Auszeit und Pause zu genießen.

Praktischer Ablauf

Angeboten werden Einzelbegleitungen und Betreuung im häuslichen Umfeld. Einzelsitzungen haben einen Zeitumfang von ca. einer Stunde und dienen der individuellen Förderung.

Inhalte

Jede Begegnung beinhaltet verschiedene Übungen zur Förderung aller vorab beschriebenen Bereiche unter Berücksichtigung des jeweiligen Bedarfs.

Ruhe- und Entspannungseinheiten, die dem Wohlbefinden und der Verbesserung der körperlichen Wahrnehmung dienen, z. B. ausgiebiges Streicheln des Hundes zur Lockerung, sind Teil der jeweiligen Begegnung. Die Schwerpunkte jedes Einsatzes werden auf die individuellen Bedürfnisse der pflegebedürftigen Person angepasst.

  • So können neben vielen anderen Aktivitäten kurze aber auch ausgiebige Spaziergänge mit dem Hund zur Förderung von Bewegung, Gleichgewichtssinn sowie zur Förderung des Selbstwertgefühls und von Verantwortung durchgeführt werden.
  • Ebenso können kleinste wie größere Bewegungsübungen in Interaktion mit dem Hund angeboten werden.
  • Gedächtnistraining und Biografiearbeit sind vor allem bei Menschen mit kognitiven Einschränkungen hilfreich.
Die Kosten für die tiergestützten Betreuungs-Einsätze können auf Wunsch im Rahmen der Verhinderungspflege bezuschusst werden.

Pflegemanagement Blume